Markt Bibart findet im Jahr 816 erstmals urkundliche Erwähnung. Der in merowingischer Siedlungszone liegende Ort gehörte in früherer Zeit der Familie von Truhendingen und kam dann mit deren Erbgut an die von Speckfeld und im Jahre 1231 an die Familie von Henneberg, was auch urkundlich bezeugt ist.
Anlässlich einer solchen Tauschaktion kam der Markt Bibart mit allen Einwohnern, Häusern, Feldern und dem ganzen Viehbestand von denen
von Hohenlohe im Jahre 1336 an die Pröpste von Sankt Stefan in Bamberg und Hang in Würzburg. Von diesen erwarb 1390 das Hochstift
Würzburg den Markt.
Das Marktprivileg verdankt Bibart wohl Kaiser Karl IV., der vorrübergehend die Mitte des 13. Jahrhunderts entstandene Veste Reuenburg
im Besitz hatte. Gleichermaßen läßt sich auch die Existenz eines „Halsgerichtes“ (Gericht über das Leben bei Kapitalverbrechen ) in
Bibart erklären, das im 15. Jahrhundert sogar die wesentlich ältere „Zent“ Schopflohe überlagerte. (Zent was ursprünglich eine Wehr-
und Gerichtsgemeinde der freien Franken war, entwickelte sich aber ab dem 12. Jahrhundert zum Blutgerichtssprengel für die „Malefizfälle“.)
Bereits im 14. Jahrhundert bildete Bibart auch den Mittelpunkt eines kleinen Amtes, das von Oberamtmann, Keller – und Zentgrafen verwaltet
wurde. Das Hochstift Würzburg verpfändete das Amt Bibart mehrfach zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert.